Geschichte Der Hypnose


  Geschichte der Hypnose - Ausbildung Suggestionshypnose

Die Geschichte der Hypnose kann als Wiege unserer modernen Hypnoseausbildung in Suggestionshypnose, Hypnose-
therapie und Rückführung bzw. Reinkarnationstherapie
gelten.

Hypnose in seiner vorwissenschaftlichen Form kann bereits als eine sehr alte Kunst bezeichnet werden.
Höhlenmalereien aus der Zeit um 40.000 v.Chr. deuten darauf hin, dass bereits in der Steinzeit mit hypnotischen Trancezuständen bewusst gearbeitet wurde.

Hypnotische Beeinflussungs- und Einschläferungsmethoden reichen von der Steinzeit, den Mayas und Azteken bis ins Altertum, wo der Tempelschlaf (Diät und Waschungen) der Griechen, Ägypter und Chinesen als die wohl weitläufigste bekannte Hypnoseanwendung gelten dürfte.
Auch im 6. Buch Mose finden sich Ansätze, wo von hypnotischer Einflussnahme auf den Körper berichtet wird: „Zeige mit dem Zeigefinger auf die blutende Stelle, mach drei Kreuze und sprich leise:
Dies Blut und Wunde soll stehen und nicht mehr gehen, im Namen der Dreifaltigkeit.“

Ein weiteres theoretisches Modell heilender Einflüsse entwarf im 16. Jahrhundert Paracelsus, der von zwei Formen „magnetischer Energie“ sprach: Einen „kranken“ und einen „gesunden“ Magnetismus. Die Heilung eines Kranken geschehe folglich dadurch, dass der Magnetismus eines Gesunden den des Kranken an sich ziehe und neutralisiere. Paracelsus verwendete Magnete u.a. zur Blutstillung und Krampfbehandlung. Die Lehre vom Magnetismus wurde durch die Rosenkreuzer und Freimaurer weiter kultiviert und fand Verbreitung im medizinischen Bereich.

Mit zunehmendem Machteinfluss der Kirche im Mittelalter fand die Hypnose kurzzeitig in der Ausübung und Weiterent-wicklung ein Ende mit dem Hintergrund, Heilung könne nur durch Glauben und göttliche Fügung stattfinden. Damalige außerkirchliche „Hypnotiseure“ wurden deshalb als Zauberer und Hexen verfolgt.

Überschaubarer gestaltet sich die Geschichte der Hypnose erst wieder in jüngerer Zeit. Ende des 18. Jahrhunderts machte sich Pater Josef Gassner aus dem württembergischen Städtchen Ellwangen als Landpfarrer und Exorzist seinen besonderen Namen. Gassners Praktiken beschäftigten sich mit der „Besessenheit“ durch Dämonen, deren wahre Ursachen jedoch wohl mehr in der Psychosomatik zu vermuten waren (Amnesie, Katalepsie).

Die Wiedergeburt der Hypnose fand in Europa etwa 1770 durch Franz Anton Mesmer statt, der als Arzt und Theologe die Lehre vom „Thierischen Magnetismus“ vertrat. Er erzeugte durch bloßes Fingerauflegen die gleichen Erscheinungen, wie sie bereits bei Gassner zu beobachten waren: Berührte er Menschen, so verfielen sie sogleich in krampfartige Zustände, bei erneuter Berührung erfolgte eine Aufhebung derselben.
Mesmers Theorie war eine Mischung aus naturwissenschaftlicher Erkenntnis und Esoterik und ging davon aus, dass es
ein „Fluidum“, eine Art allumfassende Energie, gäbe. Krankheiten entstünden folglich durch ungünstige Verteilung der magnetischen Energie, wobei Heilung nur durch eine Neuverteilung der magnetischen Energie im Körper erfolgte.
Diese Neuverteilung wurde vom Magnetiseur bewirkt, indem er mit den Händen über den Körper des Kranken strich.
Mesmer erfand die erste Gruppentherapie als Therapie für die Armen, Adligen wurden Einzelsitzungen zugedacht.
Mesmer fand nie die erhoffte Anerkennung in der wissenschaftlichen Fachwelt und starb vergessen im Jahre 1815.

Aus Mesmers Schatten traten indes weitere hervor. So darf der französische Adlige, Marquis de Puységur genannt werden. Er erkannte durch Experimente, dass die Lehre Mesmers von seinem physikalischen Fluidum falsch sei und vertrat die These, dass der Wille des Hypnotiseurs es war, der mit der Heilung zu tun hatte. Er fasste die Lehre des Mesmerschen Magnetismus in drei Worten zusammen: GLAUBEN UND WOLLEN!

Mitte des 19. Jhdts. fand in Großbritannien eine Weiterentwicklung der Hypnose statt. Die magnetischen Phänomene wurden in dieser Zeit von James Braid, einem Augenarzt aus Manchester, näher erforscht und die Blickfixationsmethode entwickelt. In dieser Zeit verzeichnete man mehr als 345 Operationen, die unter der Mesmerschen Anästhesie in „magnetischem Schlafzustand“ durchgeführt wurden.

Der Forschungsschwerpunkt der Hypnose verlagerte sich weiter nach Frankreich, wo Ende des 19. Jhdts. die beiden Schulen, die Schule von Nancy, deren Leiter Bernheim war, und die Salpetrière in Paris mit Charcot an der Spitze entstanden. Trotz unterschiedlicher Auffassung und Streit beider Schulen über das Phänomen der Hypnose fand die Frage, ob es in Hypnose möglich ist, verbrecherische Handlungen zu begehen, erstmals durch unterschiedliche Gutachten wissenschaftliche Klärung.

In dieser Zeit lernte Sigmund Freud die Hypnose bei Charcot und Bernheim kennen und stieß durch die Formulierung direkter Suggestionen und Verbotssuggestionen (Suggestionshypnose) in der Annahme, in der Hypnose sei es wichtig, Macht über den Hypnotisanden zu erreichen, auf erhebliche Schwierigkeiten, so dass er, durch Misserfolge entmutigt, die Hypnose als Therapeutikum verwarf und sich der freien Assoziation zuwandte.

Das 20. Jahrhundert führte durch Johannes Heinrich Schultz zur Entwicklung des Autogenen Trainings, einer Art Selbst-hypnose, die sich einfach und wirkungsvoll in der Stressbewältigung einsetzen lässt.
Ein grundsätzlicher Wandel der klassischen Hypnose vollzog sich in den USA ein halbes Jahrhundert später durch Milton
H. Erickson, einen Wegbereiter der Hypnotherapie, der sich im Gegensatz zu eher autoritären Hypnoseformen, an der Einzigartigkeit des Patienten und seiner Lebensumstände orientierte. Erickson nützte sowohl die elegante Wortwahl seiner Suggestionen, als auch alle erdenklichen Möglichkeiten, wie Märchen, Briefe, Hausaufgaben, Reden von Unsinn oder Überraschungseffekte und füllte stets ganze Hörsäle ob seiner ungewöhnlichen Methoden.
Seine Gedanken fanden Niederschlag in der systemischen Familientherapie, dem Neurolinguistischen Programmieren und der klinischen Hypnose.

Die Hypnose in unserer Zeit

Zwischenzeitlich wurde auch in weiten Kreisen der Bevölkerung die Hypnose „entmystifiziert“ und darf sich, besonders durch Einzug in die medizinische Fachwelt, einer ständig zunehmenden Akzeptanz erfreuen. Besonders in gut bekannten Techniken, wie dem Autogenen Training, findet sie eine leicht verständliche und annehmbare Form der Lebensunterstützung.

Neben Großbritannien zählt auch die USA zu den am weitesten entwickelten Ländern, in denen Hypnose zum “Alltagsgeschehen“ gehört und in zahlreichen Angeboten in sogenannten „Hypnose-Shops“ oder Hypnose-Praxen, ähnlich unserer schon länger bekannten Wellnessbewegung, ihr Dasein erfährt.

Durch Einsatz ohne Nebenwirkungen stellt sie in manchen Bereichen eine kostengünstige Alternative für medizinische Therapieformen dar, und hat somit gute Chancen, sich als fester Bestandteil medizinischer Maßnahmen zu etablieren.

Im nichtmedizinischen Markt erfreut sich die Hypnose zwischenzeitlich steigender Beliebtheit, da sie sowohl von Therapeuten, als auch von Nichttherapeuten angeboten werden darf und auch als eine sinnvolle Bereicherung von Wellnessangeboten angesehen werden kann.
Besonders in der Rauchentwöhnung, Tiefenentspannung, Stressreduzierung, Selbstwertsteigerung oder in der Prophylaxe und Lebensberatung – die Hypnose ist eine wohltuende und sanfte Alternative für Mitmenschen aller Altersgruppen, eine Hypnoseausbildung somit eine wertvolle Möglichkeit zur Bereicherung Ihres Angebotes.

Lesen Sie hier, > Hypnose-Ausbildung < welche Möglichkeiten Ihnen in heutiger Zeit moderne Hypnose bietet, unter welchen Zulassungsvoraussetzungen Sie die verschiedenen Anwendungen ausüben dürfen, erfahren Sie auf folgender Seite:
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                                                                                                                                                                                                        aktualisiert am 20.06.2008